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  "Liebe auf den ersten Flug"
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Teil 3

Als es klingelte fragte sie: „Wer wischt denn jetzt noch die Tafel? Wir sind mit dem Tafeldienst jetzt bei V angekommen. Das heißt dann Veißt und Willrab. Also Marie und Elisa.“

 Ich wollte gerade anfangen, als Frau Pfefferkücher rief: „Ach nein! Wir haben ja jetzt noch einen neuen Schüler. Also Veißt und Weisel. Marie und Tim. Bitte erledigt ihr das. Ich lass euch den Schlüssel hier, damit ihr dann abschließt. Bringt ihn mir bitte danach ins Lehrerzimmer, ja?“
Ich starrte sie an. Das konnte nicht sein. Tut mir das jetzt nicht auch noch an. Wurde ich denn noch nicht genug gedemütigt?
Alle verließen den Raum. Nur Tim und ich waren noch da.
„Tja. So sieht man sich wohl wieder.“ Er lächelte mich an. Er hatte mich also nicht vergessen. Ich lächelte zurück. „Ja, scheint so.“Wir wischten die Tafel.
„Ich dachte schon, ich würde dich nie wieder sehen.“ Seine grünen Augen wurden warm. Ich schluckte. Was hatte er gerade gesagt? Ich konnte nur träumen!
„Wa…Was!?“ stotterte ich. Wir waren fertig mit der Tafel.
Er zwinkerte mir zu. „Du, ich muss los. Kannst du abschließen?“ Noch ehe ich etwas erwidern konnte sagte er „Danke.“ und verschwand durch die Tür. Ich saß ein paar Minuten still da. Hatte er das wirklich gesagt? Hatte er mich vermisst? Mich?
Auf dem Nach-Hause-weg war ich so perplex, dass ich fast von drei Autos angefahren wurde. Die Fahrer schrien mich verärgert an, doch ich bemerkte sie nicht wirklich. Zu Hause hörte ich auch nicht zu, was meine Mutter mir sagte. Ich nickte nur und ging nach oben in mein Zimmer. Es lag als einziges Zimmer unter dem Dach in unserem gemütlichen kleinen Haus. Es hatte Dachschrägen und große Fenster, deshalb war es immer schön hell. Ich mochte mein Zimmer. Nachts konnte man sich einfach ins Bett legen und durch ein Fenster in den Sternenhimmel schauen. Ich ging zum Regal und nahm mir ein Buch heraus. Ich legte mich auf mein großes Bett und fing an zu lesen. Schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass das keinen Zweck hatte. Ich stellte das Buch zurück ins Regal und setzte mich an meinen Schreibtisch, um Hausaufgaben zu machen. Doch die hatte ich auch schon nach 10 Minuten fertig. Ich ging in nach nebenan in mein kleines Badezimmer und ließ Wasser in die Badewanne ein. Während ich dort vor herumlag, schlief ich irgendwann ein. Ich träumte von Tim. Von wem denn auch sonst. Als ich irgendwann wach wurde, war es schon dunkel. Hatte ich ernsthaft so lange geschlafen? Ich trocknete mich ab, zog meinen Pyjama an und ging ins Bett. Ich schaute in die Sterne, dachte noch ein wenig über die Worte nach, die Tim gesagt hatte.
„Ich dachte schon, ich würde dich nie wieder sehen.“  Mit diesen Gedanken schlief ich ein.
Am nächsten Morgen wurde ich von meinem Handy geweckt. Daniela war am Telefon.
„Hey Marie! Na? Alles klar? Bist du schon wach?“
„Dumme Frage. Bis vor einer Minute habe ich noch geschlafen.“ motzte ich.
„Oh… sorry! Naja egal. Hast du schon alles fertig für heute Abend?“
„Was soll ich denn fertig haben?“
„Nein oder? Hast du das etwa schon wieder vergessen? Heute Abend ist doch der Ball von der Tanzschule! Du bist ein hoffnungsloser Fall!“
„Ach so das meinst du. Ja ich hab mir schon alles bereit gelegt.“
„Cool. Dann sehen wir uns heute Abend zum Schminken und so. Also um 7 Uhr bei dir?“
„Ja klar. Bis dann.“
„Bis dann.“
Verdammt. Heute Abend war ja der Ball. Den hatte ich ganz vergessen. Natürlich hatte ich meine Sachen noch nicht heraus gelegt. Also sprang ich aus dem Bett und ging in meinen begehbaren Kleiderschrank. Links hinten in der Ecke hing, in ein Stoff eingehüllt, mein Kleid für den Ball. Es war verdammt teuer gewesen und atemberaubend schön. Ich packte es aus und strich über die blaue Seide. Es war trägerlos, und ging bis knapp übers Knie. An der Taille war es zusammengerafft. Es war bezaubernd. Aber ich war eigentlich gar nicht in Stimmung. Da freute ich mich wochenlang auf diesen Ball und dann kam einfach so ein total süßer Typ in mein Leben gelaufen und stellte meine gesamte Welt auf den Kopf. Ich würde trotzdem hingehen. Das konnte ich Daniela und Lara nicht antun. Außerdem würde ich das nicht mit mir machen lassen. Tim würde mir meinen Abend nicht kaputt machen. Er war perfekt, um mal wieder mit meinen Mädels zu feiern. Pünktlich um 19.00 Uhr klingelten Daniela und Lara. Beide kamen mit ihren in Stoff gehüllten Kleidern. Wir verbrachten ganze 2 Stunden damit, uns fertig zu machen. Wir zogen unsere Kleider an, schminkten uns, und machten uns Hochsteckfrisuren. Als wir endlich vollkommen mit uns zufrieden waren, mussten wir uns auch schon beeilen. Um 21.30 ging der Ball in unserer Tanzschule los. Meine Eltern fuhren uns dorthin. Mein Vater war vollkommen aus dem Häuschen, als er mich sah. Pünktlich um halb zehn waren wir da, zeigten unsere Karten und gingen in den großen Saal. Er war wunderschön geschmückt. Wie in einem Märchen. Jetzt fehlte nur noch der Prinz. Daniela steuerte natürlich sofort in Richtung Buffet. Typisch. Wir stöckelten hinterher. Ich nahm mir ein Glas Bohle und lehnte mich an die Tischkante. Ich nahm gerade einen besonders großen Schluck als mir jemand auf die Schulter tippte. Ich drehte mich um, verschluckte mich und spuckte die ganze rote Bohle auf das weiße Hemd vor mir.
„Oh… Tim…das tut mir so leid. Ich hab mich verschluckt und ähmmm…“ stotterte ich. In seiner Gegenwart stotterte ich irgendwie immer. Er musste mich für bekloppt halten.
„ Ach ist nicht so schlimm. Ich mag das Hemd eh nicht.“ Sagte er mit seinem umwerfenden Lächeln und tupfte sich ein wenig der Bohle mit einer Serviette ab.
„Du siehst bezaubernd aus. Das Kleid steht dir wirklich sehr gut. Es betont deine Augen.“
Ich musste träumen. Warum bildete ich mir in seiner Gegenwart immer ein, er würde mir Komplimente machen? Oder bildete ich mir das nicht ein?
„Ämmm… Danke!“ Ich merkte, dass ich knallrot anlief.
„Rot steht dir auch gut“ zwinkerte er mir zu.  „Willst du tanzen?“ fragte er.
„Ähmm… ja klar!“ Daniela und Lara zwinkerten mir von ein paar Metern Entfernung zu.
Er begleitet mich auf die Tanzfläche und wir tanzten einen langsamen Walzer. Er schaute mir dabei tief in die Augen. Ich musste träumen!

 
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