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  "Liebe auf den ersten Flug"
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Teil 7
Ich sah ein helles, weißes Licht. War ich im Himmel? Langsam wurde alles schärfer.
„Marie? Oh Gott sei Dank!“ Die Stimme kannte ich sehr gut. 
Als sich meine Sicht wieder verschärft hatte, schaute ich umher und fragte die Stimme:
„Wo bin ich?“ Meine Stimme war kratzend und ich merkte, dass ich sie längere Zeit nicht mehr benutzt hatte.
„Im Krankenhaus mein Schatz!“ Nun blickte ich in das Gesicht meiner Mutter.
„Was…was ist passiert?“
„Du bist in Ohnmacht gefallen. Dieser…wie heißt er noch gleich…Tim hat sofort einen Notarzt gerufen. Ich habs nicht ganz verstanden aber du hattest anscheinend zu wenige rote Blutkörperchen, die den Sauerstoff transportieren. War dir öfters schwindelig und du warst müde?“ fragte sie.
„Ähmm… ja schon.“
„Wieso hast du denn nichts gesagt, Schätzchen? Du brauchtest eine Knochenmarkspende!“
„Bitte was?“
„Naja…deine Sauerstoffzufuhr war ziemlich schwach.“
„Wer hat mir denn Knochenmark gespendet?“
„Ich weiß nicht. Ein anonymer Spender. Du ruh dich jetzt ein bisschen aus! Ich fahr wieder und wenn was ist, dann meldest du dich, ja?“
„Ja klar. Danke Mom!“
Sie küsste mich flüchtig auf die Stirn und verschwand durch die Tür. Nach kurzer Zeit war ich wieder eingeschlafen.
Im Halbschlaf nahm ich Geräusche war. Jemand kam langsam auf mich zu. Ich schlug vorsichtig die Augen auf. Vor mir stand Tim und sah mich besorgt an.
„Hi.“ krächzte ich.
„Hey na wie geht’s dir?“ fragte er mit zarter Stimme.
„Geht. Ich bin müde.“
„Ja…“ er lachte auf. „Sie haben dir auch jede Mende Schlaf- und Beruhigungsmittel eingeflößt!“
„Echt?“
„Ja du sollst im Schlaf geredet haben!“
Ich konnte nichts dafür, ich schlief fast ein. Ich merkte die Schlafmittel.
„Ich glaube, du bist müde und solltest dich ausschlafen.“ sagte er und stand auf.
„Ok aber wir sehen uns.“
„Ja klar.“ Sagte er mit meinem geliebten Grinsen. 
Tagelang lag ich in dem kleinen Krankenhauszimmer und langweilte mich. Ständig bekam ich Besuch, doch alle bemitleideten mich nur und das nervte. Zwischendurch kamen dann immer die Krankenschwestern, um mir Medikamente einzuflößen, mir Essen oder Trinken zu bringen. Ich wollte einfach nur nach Hause. Nach zwei Wochen war es endlich so weit. Meine Sachen waren gepackt und ich wartete nur noch auf die Zustimmung des Oberarztes. Doch dieser hatte eine dringende OP und ich musste warten. Gegen Nachmittag kam er dann eilig in mein Zimmer gestürmt, schaute sich meine Ergebnisse an und unterschrieb die „Freilassung“. Meine Eltern kamen mit Blumen, um mich abzuholen. Ich „durfte“ jetzt erst einmal ein paar Tage nicht in die Schule gehen und die Langeweile holte mich wieder ein. Irgendwann hielt ich es nicht mehr im Bett aus und meine Mutter erlaubte mir, im Haus umher oder in den Garten gehen. Eines Abends klingelte es und ich öffnete die Tür. Vor mir stand Tim.
„Ach du bist wieder auf den Beinen?“ fragte er.
„Ähm… ja. Ich habe es im Bett nicht mehr ausgehalten!“
„Versteh ich. Brauchst du vielleicht ein wenig frische Luft? Wir könnten ein wenig raus gehen. Du wirst dich auch nicht überanstrengen!“ Er zwinkerte mir zu.
Ich drehte mich um und sah in das Gesicht meiner Mutter, die alles mitbekommen hatte. Ich schaute sie mit meinem Hundeblick an.
„Aber nur weil es Tim ist und ich ja weiß, dass er sich um dich kümmern kann.“ sagte sie tadelnd.
Ich nahm meine Jacke und hüpfte nach draußen. Es war schon ziemlich dunkel, doch man konnte noch alles sehen.
Wir gingen in den Park. Er war wie ausgestorben. Um diese Zeit liefen hier nicht viele Leute herum. Wir gingen ein wenig nebeneinander her, keiner von uns sagte etwas. Irgendwann fragte ich:
„Du.. ich hab gehört, dass du den Krankenwagen gerufen hast. Was war denn vorher?“
„Du erinnerst dich an gar nichts?“
„Nein nicht wirklich. Ich weiß nur, dass ich bei dir war wegen dem Referat. Ab dann hab ich ein Blackout.“
„Ohh… na toll.“
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